Folien und Transkript
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Hallo. Ich bin Vivien Burt. Ich hatte bereits in der Vergangenheit das Privileg, diese Webinare zu halten, und ich freue mich, heute mit Ihnen über die perinatale Behandlung der bipolaren Störung zu sprechen. Ich bin beratende Direktorin und Gründerin des Women’s Life Center am UCLA Neuropsychiatric Hospital in Los Angeles, Kalifornien.
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Nun, wir werden zunächst über die Arten von Behandlungsdilemmata sprechen, mit denen wir alle konfrontiert sind, wenn wir Frauen behandeln, die schwanger und bipolar sind.
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Es ist wichtig, daran zu denken, dass eine psychiatrische Dekompensation während der Schwangerschaft nicht nur die Mutter, sondern auch den Fötus beeinträchtigt.
Referenzen:
- Burt, V. K., & Rasminsky, S. (2021). No simple decisions for Psychiatrically ill pregnant women. The Journal of Clinical Psychiatry, 82(4).
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Depressionen, Angstzustände und manische Zustände beeinträchtigen die Fähigkeit der Mutter, für sich selbst zu sorgen und sich an die vorgeburtlichen Maßnahmen zu halten, und werden mit geburtshilflichen Komplikationen sowie nachteiligen Auswirkungen auf das Baby, einschließlich Frühgeburt und niedrigem Geburtsgewicht, in Verbindung gebracht.
Referenzen:
- Burt, V. K., & Rasminsky, S. (2021). No simple decisions for psychiatrically ill pregnant women. The Journal of Clinical Psychiatry, 82(4).
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Ebenso wichtig und vielleicht sogar noch wichtiger ist, dass die emotionale Dekompensation bei bipolaren Frauen das Risiko für die postpartale Phase erheblich erhöht, und dies ist viel wahrscheinlicher, wenn ein Stimmungsstabilisator, der wirksam ist, abgesetzt wird, nur weil eine Frau schwanger wird.
Referenzen:
- Burt, V. K., & Rasminsky, S. (2021). No simple decisions for Psychiatrically ill pregnant women. The Journal of Clinical Psychiatry, 82(4).
- Viguera, A. C., Whitfield, T., Baldessarini, R. J., Newport, D. J., Stowe, Z., Reminick, A., Zurick, A., & Cohen, L. S. (2007). Risk of recurrence in women with bipolar disorder during pregnancy: Prospective study of mood stabilizer discontinuation. American Journal of Psychiatry, 164(12), 1817-1824.
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Eine abrupte Unterbrechung des Stimmungsstabilisators, der eine Frau gesund hält, kann tatsächlich zu einer Dekompensation führen und führt fast immer zu einer Dekompensation.
Referenzen:
- Burt, V. K., & Rasminsky, S. (2021). No simple decisions for psychiatrically ill pregnant women. The Journal of Clinical Psychiatry, 82(4).
- Viguera, A. C., Whitfield, T., Baldessarini, R. J., Newport, D. J., Stowe, Z., Reminick, A., Zurick, A., & Cohen, L. S. (2007). Risk of recurrence in women with bipolar disorder during pregnancy: Prospective study of mood stabilizer discontinuation. American Journal of Psychiatry, 164(12), 1817-1824.
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Gleichzeitig müssen wir bedenken, dass alle gängigen Stimmungsstabilisatoren ein gewisses teratogenes Risiko bergen, und wir werden in dieser Sitzung vor allem über die Risiken der verschiedenen Stimmungsstabilisatoren in der Schwangerschaft sprechen und darüber, wie wir entscheiden, ob wir sie bei schwangeren bipolaren Frauen einsetzen sollen oder nicht. Außerdem haben alle gängigen Stimmungsstabilisatoren potenziell unerwünschte perinatale Wirkungen, über die wir ebenfalls sprechen werden.
Referenzen:
- Burt, V. K., & Rasminsky, S. (2021). No simple decisions for psychiatrically ill pregnant women. The Journal of Clinical Psychiatry, 82(4).
- Viguera, A. C., Whitfield, T., Baldessarini, R. J., Newport, D. J., Stowe, Z., Reminick, A., Zurick, A., & Cohen, L. S. (2007). Risk of recurrence in women with bipolar disorder during pregnancy: Prospective study of mood stabilizer discontinuation. American Journal of Psychiatry, 164(12), 1817-1824.
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Wir müssen also die Risiken abwägen, und das ist eine Risiko-Risiko-Abwägung zwischen Behandlung und Nichtbehandlung, und die Entscheidung, die wir treffen, ist eine Abwägung zwischen den Risiken einer unbehandelten Krankheit und den Risiken von Psychopharmaka.
Referenzen:
- Burt, V. K., & Rasminsky, S. (2021). No simple decisions for psychiatrically ill pregnant women. The Journal of Clinical Psychiatry, 82(4).
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Was wir also oft tun und tun sollten, ist das Konzept der Satisfaktion anzuwenden. Erinnern Sie sich: Satisficing ist eine Wortschöpfung aus „satisfy“ und „suffice“. Sie erkennt an und akzeptiert, dass die Zukunft von Natur aus unsicher ist und dass die Erwartung von Perfektion fast immer eine Enttäuschung garantiert. Ziel ist es dann, den Patienten zu einer Entscheidung zu verhelfen, die höchstwahrscheinlich, aber nicht garantiert, zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen wird.
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- Burt, V. K., & Rasminsky, S. (2021). No simple decisions for psychiatrically ill pregnant women. The Journal of Clinical Psychiatry, 82(4).
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Denken Sie daran, wenn Sie wollen, dass ein Rückfall der bipolaren Störung in der Schwangerschaft passieren kann und oft auch passiert.
Referenzen:
- Burt, V. K., & Rasminsky, S. (2021). No simple decisions for psychiatrically ill pregnant women. The Journal of Clinical Psychiatry, 82(4).
- Viguera, A. C., Whitfield, T., Baldessarini, R. J., Newport, D. J., Stowe, Z., Reminick, A., Zurick, A., & Cohen, L. S. (2007). Risk of recurrence in women with bipolar disorder during pregnancy: Prospective study of mood stabilizer discontinuation. American Journal of Psychiatry, 164(12), 1817-1824.
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Die hier gezeigte wegweisende Studie von Viguera und anderen, die 2007 im American Journal of Psychiatry veröffentlicht wurde, zeigte, dass das Gesamtrisiko für mindestens ein Rezidiv in der Schwangerschaft bei 71 % lag. Bei Frauen, die ihre Behandlung mit Stimmungsstabilisatoren abbrachen oder fortsetzten, war das Rückfallrisiko doppelt so hoch. Wie aus diesem Schaubild hervorgeht, war ein abrupter Abbruch mit einem besonders hohen Risiko für einen Rückfall verbunden. Es ist zu beachten, dass die meisten Rückfälle depressiv und gemischt waren und im ersten Trimester auftraten.
Referenzen:
- Viguera, A. C., Whitfield, T., Baldessarini, R. J., Newport, D. J., Stowe, Z., Reminick, A., Zurick, A., & Cohen, L. S. (2007). Risk of recurrence in women with bipolar disorder during pregnancy: Prospective study of mood stabilizer discontinuation. American Journal of Psychiatry, 164(12), 1817-1824.
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Unterm Strich bedeutet dies, dass bei der Behandlungsplanung für schwangere Frauen mit bipolarer Störung nicht nur die relativen Risiken einer fetalen Exposition gegenüber Stimmungsstabilisatoren berücksichtigt werden sollten, sondern auch das hohe Risiko eines Rückfalls und der Morbidität, die mit dem Absetzen der Behandlung mit Stimmungsstabilisatoren verbunden sind.
Referenzen:
- Viguera, A. C., Whitfield, T., Baldessarini, R. J., Newport, D. J., Stowe, Z., Reminick, A., Zurick, A., & Cohen, L. S. (2007). Risk of recurrence in women with bipolar disorder during pregnancy: Prospective study of mood stabilizer discontinuation. American Journal of Psychiatry, 164(12), 1817-1824.
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Die wichtigsten Punkte sind also, dass das Risiko einer unbehandelten vorgeburtlichen bipolaren Erkrankung immer gegen das Risiko einer stimmungsstabilisierenden Medikation in der Schwangerschaft sowohl für die Mutter als auch für den Fötus abgewogen werden sollte. Ziel ist es also, der bipolaren Frau, die schwanger werden möchte oder schwanger ist, zu helfen, diese Risiken zu verstehen, damit sie die Behandlung wählen kann, die in Anbetracht ihrer speziellen Krankheit und Situation am ehesten zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen wird.
