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Ketogene Diäten in der Psychiatrie: Eine häufige Patientenfrage
In den letzten Jahren haben mich mehrfach Patienten mit affektiven Störungen gefragt, ob sie ihre Medikamente – Antidepressiva oder Stimmungsstabilisatoren – absetzen und durch eine ketogene Diät ersetzen könnten. Dabei beziehen sich meine Patienten bisweilen auf Informationen aus Internetrecherchen.
Ich pflege dann zu antworten, dass viele Internetquellen den strengen Evidenzstandards, die für klinische Entscheidungen erforderlich sind, nicht genügen. Als ich jedoch selbst in PubMed suchte, fand ich ebenfalls keine substanzielleren Belege.
Umso größeres Interesse weckte es bei mir, als ich kürzlich ein strukturiertes Review mit Meta-Analyse zum Einsatz ketogener Diäten bei verschiedenen psychiatrischen Erkrankungen in einer unserer führenden Fachzeitschriften, JAMA Psychiatry, las.
Methodik und Einschlusskriterien
Die Autoren führten eine Recherche in MEDLINE und weiteren Datenbanken durch und verwendeten dabei die Schlüsselbegriffe ketogene bzw. kohlenhydratarme Diäten in Kombination mit verschiedenen psychischen Erkrankungen. Aus über 1.800 identifizierten Treffern erfüllten 50 Studien die Einschlusskriterien.
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