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Es ist erfreulich, einen Artikel zu finden, der eine der zentralen klinischen Fragen direkt adressiert: Gibt es eine optimale Strategie zum Ausschleichen eines Antidepressivums? Die Antwort ist erwartungsgemäß: Langsames Ausschleichen ist besser als schnelles, und jedes Ausschleichen ist besser als ein abruptes Absetzen.
Das ist bekanntes Terrain, werden Sie sagen – genauso wie ich. Doch hier wird eine wesentliche Kontroverse angesprochen: Bieten Antidepressiva nach beispielsweise sechs Monaten tatsächlich noch einen klinischen Nutzen? Wären Patienten genauso gut dran, wenn sie langsam ausschleichen, anstatt die Medikation fortzuführen?
Ausschleichen mit Psychotherapie gleichwertig zur Fortsetzung
Das zentrale Ergebnis dieser neuen Netzwerk-Metaanalyse halte ich für bemerkenswert: Das Ausschleichen war der Fortführung des Antidepressivums gleichwertig. Die Rückfallwahrscheinlichkeit war identisch, wenn das Ausschleichen von psychologischer Unterstützung begleitet wurde.
Es gibt mindestens zwei weitere wichtige Ergebnisse, auf die ich noch eingehen werde – doch dieses erste ist von erheblicher Bedeutung.
Mit psychologischer Begleitung schnitten Patienten, die über vier
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