Folien und Transkript
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Vorhin habe ich pharmakokinetische Gene mit Wechselwirkungen von Medikamenten verglichen, und dieser Vergleich dürfte Sie stutzig gemacht haben. Ich meine, wie oft erhalten Sie in Ihrer elektronischen Patientenakte Warnungen über Wechselwirkungen von Medikamenten? Und beschäftigen Sie sich mit all diesen Meldungen oder leiden Sie an Warnmüdigkeit? Warum also sollten wir diesen pharmakogenetischen Warnungen mehr Bedeutung beimessen? Die Antwort hängt von der Art des Medikaments ab. Es kommt nicht nur auf das Gen an, sondern auf die Wechselwirkung zwischen Gen und Medikament.
Referenzen:
- Phansalkar, S., van der Sijs, H., Tucker, A. D., Desai, A. A., Bell, D. S., Teich, J. M., Middleton, B., & Bates, D. W. (2013). Drug-drug interactions that should be non-interruptive in order to reduce alert fatigue in electronic health records. Journal of the American Medical Informatics Association, 20(3), 489-493. https://doi.org/10.1136/amiajnl-2012-001089
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Die meisten Psychopharmaka haben ein breites therapeutisches Fenster und eine große Sicherheitsspanne, so dass wir die Blutspiegel nicht überprüfen und uns nicht zu sehr um Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sorgen. Viele werden durch mehrere Enzyme in der Leber verstoffwechselt. Wenn also eines dieser Enzyme nachlässt, kann ein anderes die Aufgabe übernehmen. Zwei Gruppen, das Clinical Pharmacogenetics Implementation Consortium (Konsortium für klinische Pharmakogenetik) und die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA), führen eine aktualisierte Liste der relevanten Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und Genen. Um in diese Liste aufgenommen zu werden, muss es klinische Beweise dafür geben, dass die Wechselwirkung zwischen Medikament und Gen die Sicherheit oder Wirksamkeit des Medikaments erheblich beeinträchtigen könnte. Wenn es um die Sicherheit geht, ist das Risiko, das diese Gruppen am meisten fürchten, das kardiale Risiko.
Referenzen:
- Li, M.-Y., Peng, L.-M., & Chen, X.-P. (2022). Pharmacogenomics in drug-induced cardiotoxicity: Current status and the future. Frontiers in Cardiovascular Medicine, 9. https://doi.org/10.3389/fcvm.2022.966261
- Ehmann, F., Caneva, L., Prasad, K., Paulmichl, M., Maliepaard, M., Llerena, A., Ingelman-Sundberg, M., & Papaluca-Amati, M. (2015). Pharmacogenomic information in drug labels: European Medicines Agency perspective. The Pharmacogenomics Journal, 15(3), 201-210. https://doi.org/10.1038/tpj.2014.86
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