Folien und Transkript
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Interventionelle Behandlungen bei bipolarer Depression. Wir werden Ketamin, TMS und EKT besprechen. Diese Behandlungen sind sehr wirksam und bekannt dafür, dass sie bei unipolarer Depression gut funktionieren. Es gibt auch überzeugende Belege dafür, dass sie bei bipolarer Depression ebenso wirksam sind. Allerdings bringt jede dieser Methoden in der Praxis bestimmte Herausforderungen mit sich. Schauen wir uns daher genauer an, wann welche dieser drei Behandlungen zum Einsatz kommt.
Referenzen:
- Chris Aiken, M.D.
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Die Ketamine – dazu gehören Esketamin und Ketamin – wirken bei therapieresistenter bipolarer Depression. Sie behandeln keine Manie, könnten aber möglicherweise eine auslösen. Wichtig zu wissen ist, dass Ketamin ursprünglich als Humanmodell der Schizophrenie entdeckt wurde, da es bei den Betroffenen viele Symptome einer Schizophrenie nachahmte. Erst später erkannte man seine antidepressive Wirkung.
Referenzen:
- Kryst, J., Kawalec, P., Mitoraj, A. M., Pilc, A., Lasoń, W., & Brzostek, T. (2020). Efficacy of single and repeated administration of ketamine in unipolar and bipolar depression: A meta-analysis of randomized clinical trials. Pharmacological Reports, 72(3), 543–562. https://doi.org/10.1007/s43440-020-00097-z
- McIntyre, R. S., Rosenblat, J. D., Nemeroff, C. B., Sanacora, G., Murrough, J. W., Carvalho, A. F., Thase, M. E., & Krystal, J. H. (2021). Synthesizing the evidence for ketamine and esketamine in treatment-resistant depression: An international expert opinion on the available evidence and implementation. American Journal of Psychiatry, 178(5), 383–399. https://doi.org/10.1176/appi.ajp.2020.20081251
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Daher sollte man mit dem Einsatz dieser Substanz vorsichtig sein. Besonders der Langzeitgebrauch gibt Anlass zur Sorge, da Ketamin Psychosen auslösen kann – ein Risiko, das bei Menschen mit bipolarer Störung ohnehin erhöht ist. Wenn Ketamin eingesetzt wird, empfehle ich eine kurzfristige Anwendung von etwa einem Monat und reserviere es für schwere Depressionen – also für Fälle, bei denen sonst eine stationäre Aufnahme in Betracht käme. Da Ketamin sehr schnell wirkt – innerhalb eines Tages – eignet es sich gut, um eine Hospitalisierung zu verhindern.
Referenzen:
- Kryst, J., Kawalec, P., Mitoraj, A. M., Pilc, A., Lasoń, W., & Brzostek, T. (2020). Efficacy of single and repeated administration of ketamine in unipolar and bipolar depression: A meta-analysis of randomized clinical trials. Pharmacological Reports, 72(3), 543–562. https://doi.org/10.1007/s43440-020-00097-z
- McIntyre, R. S., Rosenblat, J. D., Nemeroff, C. B., Sanacora, G., Murrough, J. W., Carvalho, A. F., Thase, M. E., & Krystal, J. H. (2021). Synthesizing the evidence for ketamine and esketamine in treatment-resistant depression: An international expert opinion on the available evidence and implementation. American Journal of Psychiatry, 178(5), 383–399. https://doi.org/10.1176/appi.ajp.2020.20081251
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