Folien und Transkript
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Wir werden uns jetzt der Diskussion über die postpartale Zwangsstörung oder OCD zuwenden. Es handelt sich hierbei nicht um ein reines Stimmungs-Syndrom im Wochenbett, aber es hat viele Ähnlichkeiten mit den drei großen Stimmungs-Syndromen, über die wir bereits gesprochen haben – dem Blues, der postpartalen Depression und der postpartalen Psychose.
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Es ist also wichtig zu verstehen, was es ist und was es nicht ist, um einen echten klinischen Einblick und diagnostische Klarheit darüber zu erhalten, was bei unseren Patientinnen im Wochenbett vor sich geht.OCD tritt also typischerweise im Wochenbett mit aufdringlichen Gedanken und Bildern auf, die sich oft auf die Schädigung des Kindes beziehen. Die Prävalenz ist unklar, möglicherweise liegt sie bei bis zu 9 % im Wochenbett. Und bedenken Sie, dass OCD in der Allgemeinbevölkerung bei etwa 1 bis 2 % liegt. Das ist also eine dramatisch erhöhte Prävalenz.
Referenzen:
- Uguz, F., Akman, C., Kaya, N., & Cilli, A. S. (2007). Postpartum-onset obsessive-compulsive disorder: incidence, clinical features, and related factors. Journal of Clinical Psychiatry, 68(1), 132-138. https://doi.org/10.4088/jcp.v68n0118
- McGuinness, M., Blissett, J., & Jones, C. (2011). OCD in the Perinatal Period: Is Postpartum OCD (ppOCD) a Distinct Subtype? A Review of the Literature. Behavioural and Cognitive Psychotherapy, 39(3), 285-310. https://doi.org/10.1017/S1352465810000718
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Wir wissen auch, dass OCD in der Schwangerschaft oft mit Verunreinigungs-, Reinigungs- und Waschzwängen einhergeht. Bei denjenigen, bei denen die Krankheit nach der Geburt auftritt, ist sie dagegen häufig mit aufdringlichen Gedanken an eine Schädigung des Kindes sowie mit Vermeidungs- und Kontrollzwängen verbunden.
Referenzen:
- Sichel, D. A., Cohen, L. S., Dimmock, J. A., & Rosenbaum, J. F. (1993). Postpartum obsessive compulsive disorder: a case series. Journal of Clinical Psychiatry, 54(4), 156-159.
- Hudak, R., & Wisner, K. L. (2012). Diagnosis and treatment of postpartum obsessions and compulsions that involve infant harm. American Journal of Psychiatry, 169(4), 360-363. https://doi.org/10.1176/appi.ajp.2011.11050667
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